Kreisjugendring
Ebersberg
KJR Ebersberg, Bahnhofstr. 12, 85560 Ebersberg, Tel: 08092 21038, mail@kjr-ebe.de

Arbeit gegen Rechtsextremismus

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Kreisjugendring Ebersberg mit der Arbeit gegen Rechtsextremismus.

Wochen der Toleranz

Programm

Muslimischer Anitsemitismus
Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland?
Mobbing gegen jüdische Schüler, eine Attacke auf einen Kippa-tragenden Mann – ist der Antisemitismus in Deutschland auf dem Vormarsch? Und sind „die Muslime“ daran schuld? Diese Frage hat mit der Flüchtlings- und Asylbewerberwelle 2015/16 und einigen schlagzeilenproduzierenden Vorfällen eine hohe Aktualität bekommen. Dr. David Ranan, Politik- und Kulturwissenschaftler und Autor des Buchs „Muslimischer Antisemitismus: Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland?“ plädiert in seinem Buch für einen differenzierten Blick auf judenfeindliche Einstellungen. Das Buch ist das Resultat einer qualitativen Studie, die unter muslimischen Studierenden und Akademikern, hauptsächlich in Deutschland aber auch in Großbritannien, durchgeführt wurden. David Ranan diskutiert die zentralen Themen, die mit der Behauptung eines ausgeprägten Antisemitismus unter Muslimen verbunden sind, darunter:
die Frage der Definition von Antisemitismus, die Vermessung des Antisemitismus, die Rolle des Korans und der Religion, die Rolle des Nahostkonfl ikts sowie Ursache und Ausmaß von Vorurteilen und Verschwörungstheorien.
David Ranan entstammt einer deutsch-jüdischen Familie. Er wuchs in Israel auf. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Israel und London, arbeitete als Banker und Unternehmensberater, absolvierte dann noch einmal ein Studium der Kultur- und Politikwissenschaft.
> mit David Ranan
> Mi 10.10.2018 > 20.00 – 21.30 Uhr
> Grafing, Stadtbücherei, Grenzstr. 5
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Ausstellung und Vortrag
Demokratie stärken –
Rechtsextremismus bekämpfen
Das Bündnis gegen Rechtsradikalismus im Landkreis Ebersberg BUNT STATT BRAUN und der Kreisjugendring Ebersberg zeigen im Rahmen der „Wochen der Toleranz“ die neu aufgelegte Ausstellung des BayernForums der Friedrich-Ebert-Stiftung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“. Thomas Witzgall von Endstation Rechts. Bayern wird in diesem Rahmen einen Vortrag über die Ausstellung halten. Die Wanderausstellung gibt einerseits einen Überblick über die Grundlagen unserer Demokratie und informiert andererseits über die Erscheinungsformen und Wirkung von Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Situation in Bayern. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Gefahren rechtsextremen Gedankenguts und Verhaltens, und klärt über antidemokratische Weltbilder und Ideologien der Ungleichwertigkeit auf. Auch werden Strategien, die von rechtsextremen Kreisen bei der Ansprache von Jugendlichen verwendet werden, aufgezeigt.
Weitere Infos:
www.bunt-ebe.de und www.bayernforum.de
> mit Thomas Witzgall, Endstation Rechts. Bayern
> Mo 22.10.2018 > Vortrag zur Ausstellungseröffnung
> 19:30 – 21:00 Uhr
Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ kann innerhalb der Öffnungszeiten des Kreisjugendring Ebersberg, vom 23.10.2018 bis 26.10.2018 (Öffnungszeiten: Di. bis Fr. täglich von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr), kostenlos besichtigt werden.
> Ebersberg, Kreisjugendring Ebersberg, Bahnhofstr. 12
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Vortrag und Gespräch
Sinti und Roma in der Erzdiözese
München und Freising
Geschichte, Religion, Kultur und
Rassismuserfahrungen
Dieser Gesprächsabend gibt einen Einblick sowohl in die Geschichte der Sinti und Roma als auch in die kulturell-religiösen Traditionen der in München lebenden Sinti und Roma verbunden mit deren Wertvorstellungen. Der Referent, Ivica Viskovic, ist Seelsorger für ethnische Minderheiten in der Erzdiözese München und Freising. Er wird neben theologischen und gesamtkirchlichen Aspekten von seinen Erfahrungen in der Seelsorge für Sinti und Roma berichten. Dabei wird sich dieser Abend auch mit Antiziganismus, dem Rassismus gegenüber Sinti und Roma, auseinandersetzen.
> mit Ivica Viskovic, Seelsorger für ethnische Minderheiten in der Erzdiözese München und Freising und Jennifer Becker, KBW-Geschäftsführerin, Europaethnologin M.A.
> Do 25.10.2018, 19:30 – 21:00 Uhr
> Ebersberg, Kath. Jugendstelle, Bahnhofstr. 8
> Anmeldung KBW bis 22.10.2018
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African Day
Afrikanischer Kultur- und Begegnungstag im Alten
Speicher Ebersberg
Hautnah gibt es die Möglichkeit, afrikanische Musik, Sprache und Traditionen in Ebersberg kennenlernen. Von Konzerten verschiedenster Bands und Künstler unterschiedlichster Stilrichtungen über eine afrikanische Modenschau und einigen Mitmachaktionen, hat der Besucher die Möglichkeit in eine andere Kultur einzutauchen und diesen Kontinent ebenso kennenzulernen wie diejenigen Menschen, die diesen Tag veranstalten und hier in Deutschland Zuflucht gesucht haben.
> Sa 27.10.2018 > 17.00 – 23.00 Uhr
> Ebersberg, Alter Speicher im Klosterbauhof
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Unter Fremden –
Eine Reise zu Europas Neuer Rechten
Die Identitären sind die Speerspitze einer neuen rechten Bewegung in Europa. Sie sind smart, internetaffi n und fremdenfeindlich. Die Identitären verstehen sich als Speerspitze einer neuen, patriotischen Jugendbewegung in Europa. Sie hetzen gegen Masseneinwanderung, gegen Islam und Globalisierung. Was sie eint, ist der Hass gegen Multikulturalismus und die „Überfremdung“ Europas. Sie holen die Unzufriedenen und Unsicheren in Europa mit Globalisierungskritik und Identitätspolitik ab, doch ihr wahres Ziel ist ein neuer Kreuzzug gegen eine Übernahme Europas durch den Islam. In Frankreich unterhalten die Identitären enge Verbindungen zum Front National, in Österreich zur FPÖ. Einschlägige Medien der Szene werden im Vorstand der AfD gelesen. Anhänger von Pegida huldigen den Identitären als ihren Vordenkern. Im Erscheinungsbild grenzt sich die Identitäre Bewegung dezidiert von Rechten alten Schlages ab: Sie benutzt Jugendsprache, adaptiert Streetart und Comic und beherrscht die Kommunikation im Internet wie in den sozialen Netzwerken. Ihr Konzept des Rebrandings rechter Politik als „Identitätspolitik“ scheint erfolgreich. Doch nun interessiert sich auch der Verfassungsschutz für sie. Begegnet in den Identitären der Rechtsextremismus der Zukunft? Der Journalist Manuel Gogos – selbst Kind griechischer Einwanderer – bricht zu einer ethnografi schen Forschungsreise durch Europa auf, um diese „Fremden im eigenen Land“ kennenzulernen. Die Dokumentation „Unter Fremden – Eine Reise zu Europas Neuen Rechten“ zeigt, wie die junge Neue Rechte Europas mobil macht für die „Rückeroberung der Heimat“, den neuen „Kreuzzug“ gegen den Islam – und damit letztlich für den„ethnokulturellen Bürgerkrieg“.
Im Anschluss an den Film findet eine Diskussion mit Mitarbeitern der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus statt.
> mit Mitarbeiter/innen der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus
> Mo 05.11.2018 > 19.00 – 21.00 Uhr
> Ebersberg, VHS, Dr.-Wintrich-Str. 3, 403
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Die Vernichtung der Kultur:
Bücherverbrennung 1933
Am 09. November 2018 fi ndet zum 80. mal der Gedenktag an die Reichspogromnacht statt. Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden zur systematischen Verfolgung. Die Bücherverbrennung 1933 war ein deutliches Warnsignal hinsichtlich der kommenden Gräueltaten. Sie markiert den zentralen Auftakt der öffentlichen Diskreditierung, Gängelung und Verfolgung der deutschen Juden. Zwar wurden auch Werke nichtjüdischer Autoren verbrannt, doch bildeten jüdische Künstler und Wissenschaftler wie Sigmund Freud, Heinrich Heine, Kurt Tucholsky, die Brüder Heinrich und Thomas Mann die weitaus größte Gruppe der Opfer dieses Wahns. Die Ausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte zeigt auf neun Plakaten anschaulich die Zusammenhänge rund um das Ereignis mit Perspektive auf Bayern und den Münchner Raum. Sie ist sehr gut für Schulklassen geeignet, die das Thema im Unterricht bearbeiten. Den Eröffnungsvortrag hält Frau Dr. Annemone Christians. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der LMU, Abteilung Neueste Geschichte und Zeitgeschichte.

Die Ausstellung ist vom 7.11.2018 bis 30.11.2018 zu den Öffnungszeiten der VHS Vaterstetten zugänglich. (Mo bis Do von 9.00 – 19.00 Uhr und Fr 9.00 – 12.00 Uhr).
> mit Dr. Annemone Christians
> Di 06.11.2018 > 19.00 – 21.00 Uhr
> Vaterstetten, VHS, Vortragsraum 1,
Baldhamer Str. 39
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Antisemitismus – Geschichte und Aktualität
Die Zahl bekanntgewordener antisemitischer Vorkommnisse nimmt zu: Holocaustleugner, Verschwörungstheoretiker, deutsche und arabische Judenhasser in Berlin, die ungeniert zu Beschimpfungen oder gar Gewalt schreiten, „linke Israelkritiker“, die mit Nazivergleichen operieren, Rapper und ihre Fans, die Holocaust- und Auschwitzspäßchen originell finden – man muss nicht lange suchen, um fündig zu werden. Verwirrend kann wirken, in welch verschiedenen weltanschaulichen Lagern der Antisemitismus sich manifestiert: Bei Rechtsextremen, Islamisten, bei fundamentalistisch-christlichen Strömungen, aber auch auf der Linken, wo die Frage der Unterscheidung zwischen legitimer Kritik an der Politik in Israel und Antisemitismus eine wichtige Rolle spielt. Ein Weg durch dieses Labyrinth ist ohne historische Perspektive nicht
zu finden.

Dr. Jürgen Zarusky forscht am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und ist stellvertretender Chefredakteur der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte.
> mit Dr. Jürgen Zarusky
> Do 08.11.2018 > 19.30 – 21.00 Uhr
> Ebersberg, VHS, Dr.-Wintrich-Str. 3, 403

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Blickwinkel der Toleranz
politisch – theologisch – futuristisch
Anlässlich des 80. Jahrestages der „Reichsprogromnacht“ lohnt es sich das Thema, Toleranz unter aktuellen Gesichtspunkten verstärkt zu diskutieren. In drei getrennten Workshops beleuchten die Teilnehmenden gesellschaftlich relevante Fragen zu den Themen Flucht und Migration, interreligiöser Dialog und Zukunft Europas. Hierzu stehen in jedem Workshop, im Wechsel, drei Experten aus den Wissenschaftsdisziplinen Theologie, Politik und Zeitgeschichte sowie Soziologie/Zukunftsforschung als kompetente Gesprächsund Diskussionspartner zur Verfügung. In kleineren Tischrunden wollen wir den Austausch innerhalb der Workshop-Gruppe intensivieren und der Expertise der Teilnehmenden ebenso Raum geben wie dem Fachwissen der Referenten. Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen ein eigenes Ideal. F. NIETZSCHE
> Sa 10.11.2018 > 15.00 – 18.00 Uhr
> Anzing, Gemeindehaus, Högerstraße 1
> Anmeldung KBW bis 02.11.2018
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Offene und verdeckte Formen der Judenfeindschaft
Judenfeindschaft hat eine jahrtausendealte, verhängnisvolle Geschichte: Schon früh entstand in der Kirche eine religiös motivierte Judenfeindschaft, die sich im Mittelalter immer wieder in Pogromen entlud und im 19./20. Jahrhundert mit dem rassistischen Antisemitismus vermischte, der zur Schoa führte. Auch heute noch und wieder sind diese Vorurteile und Feindbilder verbreitet und werden vor allem in Form eines israelbezogenen Antisemitismus offen vertreten. Der Vortrag mit will diese aufdecken und die Frage stellen, was ihnen entgegenzusetzen ist.
> mit Dr. Andreas Renz, Ökumene-Beauftragter im
EOM Fachbereich Dialog und Religionen
> Mi 14.11.2018 > 19.00 – 21.00 Uhr
> Ebersberg, Kath. Pfarrheim, Baldestr. 18
> Anmeldung KBW bis 07.11.2018

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Vortrag und Ausstellung – Das größte Problem ist die Wiederherstellung des einfachen menschlichen Anstands Carl Friedrich Goerdeler – Politik und
Verantwortung
Trotz massiver Bedrohungen wurde von Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft an von vielen tausend Menschen Widerstand geleistet. Bereits 1933 wurde dem Boykott jüdischer Geschäfte, den Häftlingsverwahrungen in Konzentrationslagern oder auch nur der Kostenbeteiligung daran und vielen anderen Urechtsmaßnahmen widersprochen oder die Beteiligung daran verweigert. Die Widerstehenden kamen aus allen Schichten der Bevölkerung. Politiker, Wirtschaftslenker, Richter, Publizisten, Gewerkschaftler, Christen, Militärs, Angehörige vieler nicht genehmer Parteien, Studenten und Professoren, Lehrer, Handwerker gehörten dazu.
WANDERAUSSTELLUNG ZUM ZIVILEN WIDERSTAND GEGEN DEN NATIONALSOZIALISMUS 1933 – 1945
Die Ausstellung zeigt in den umrahmenden Tafeln vor allem die menschliche Betroffenheit des Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler. Es ist ein Lebensweg durch Schicksalsschläge: 1.Weltkrieg, der „kalte Krieg nach Versailles“, Währungsreform, Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg, missglückte Umsturzversuche, Gefangenschaft und Schauprozess, Sippenhaft der Familie in mehreren Konzentrationslagern. Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag von Berthold Goerdeler, dem Enkel von Carl-Friedrich Goerdeler. Im Anschluss daran wird die Ausstellung eröffnet.
> mit Berthold Goerdeler, Enkel von Carl-Friedrich Goerdeler
> Do 15.11.2018 > Vortrag: 17.00 – 18.30 Uhr
> Ausstellungseröffnung: 19.00 Uhr
> Grafing, Caritas-Zentrum, Bahnhofstr. 1

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Die Vernichtung der Kultur: „Verbrennt mich!“
„Verbrennt mich!“ Mit seiner Protestschrift forderte Oskar Maria Graf von den Nazis, ihn von der so genannten „weißen Autorenliste“ zu nehmen und seine Bücher wie die vieler
anderer aus Nazisicht unliebsamer Autoren zu verbrennen. „Nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbande gelangen. Verbrennt die Werke des deutschen Geistes! Er selber wird unauslöschlich sein wie eure Schmach!“ Oskar Maria Graf (Quelle: http://www.lettern.de/spbrenn1.htm) Begleitend zur Ausstellung „Die Vernichtung der Kultur – Die Bücherverbrennung von 1933“ veranstaltet die VHS Vaterstetten eine Lesung mit der Schauspielerin und Regisseurin Bina Schröer, musikalisch begleitet von Emanuel Dürr. Sie liest Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Albert Einstein, Erich Maria Remarque, Franz Kafka, Klaus Mann und anderen.
> mit Bina Schröer
> mit Emanuel Dürr
> Fr 16.11.2018 > 19.00 – 20.30 Uhr
> Vaterstetten, Gemeindebücherei,
Johann-Strauß-Str. 37
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Moschee-Führung in Kirchseeon
Bereits seit 2005 gibt es die Moschee in Kirchseeon. Dieser Besuch ermöglicht es mehr über die Jugendarbeit in der Gemeinde und Allgemeines über den muslimischen Glauben zu erfahren. Besonderes Highlight dabei ist die Teilnahme an einem Gebet als Beobachter. Im Anschluss an das Gebet wird bei einem Tee die Möglichkeit bestehen, Fragen zu dem Erlebten zu stellen.
> mit Emre Yavuz
> Mo 19.11.2018 > 17.30 – 19.00 Uhr
> Kirchseeon, Moschee,
Fritz-Litzlfelder-Str. 1a

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Interkonfessionelles Friedensgebet am Buß- und Bettag
Zum 17. Mal lädt die evangelische Kirchengemeinde zum interkonfessionellen Friedensgebet. In würdevoller Gleichheit werden die Vertreter der großen Religionen, Buddhisten, Christen, Moslems, Juden, wieder zu ihrem gemeinsamen Schöpfer beten, um Frieden in der Welt bitten. Die Ereignisse in der letzten Zeit führen uns vor Augen, dass es keine Alternative zu gegenseitiger Achtung, Wohlwollen und Toleranz gibt. Kriege im Namen Gottes sind eine Blasphemie, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zeigen Sie auch dieses Jahr durch Ihr Kommen, durch Ihr gemeinsames Beten mit den verschiedenen Religionen, dass dieser ewige Kreislauf von Rauben und Morden, von Terrorismus und Extremismus endlich ein Ende haben muss.
> Mi 21.11.2018 > 19.00 – 20.30 Uhr
> Kirchseeon, Evang.-Luth. Kirchengemeinde,
Gartenweg 9a
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Workshop
Hinsehen – Erkennen – Handeln. Rassismus gegenüber Geflüchteten und die extreme Rechte in Bayern
Geflüchtete Menschen sind seit einigen Jahren verstärkt betroffen von extrem rechter Agitation und rassistischer Gewalt. In diesem Zusammenhang geraten auch Helfer/innenkreise immer wieder in den Fokus extrem rechter Akteure. Im Workshop der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus wird es um die Einordnung menschenfeindlicher Formen der Abwertung von Geflüchteten gehen. Außerdem sollen Handlungsmöglichkeiten anhand von Fallbeispielen gemeinsam erarbeitet werden, um Rassismus und Menschenfeindlichkeit entgegentreten zu können.
> mit Mitarbeitern der Mobilen Beratung gegen
Rechtsextremismus
> Do 22.11.2018 > 19.00 – 21.00 Uhr
> Ebersberg, KBW-Geschäftsstelle,
Pfarrer-Bauer-Str. 5
> Anmeldung KBW bis 09.11.2018

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„Selbstverständich Miteinander“ Filmworkshop für Jugendliche
Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Korbinianschule und der Heilpäd. Tagesstätte Steinhöring haben Jugendliche aus dem Landkreis die Gelegenheit, aktiv einen kurzen kreativen Spot zum Thema „Selbstverständlich miteinander“
zu gestalten. Ab 12 Jahre. Für 10 externe Teilnehmer.
> Fr 23.11.2018 > 13.30 – 17.30 Uhr
> Steinhöring, Einrichtungsverbund,
Münchener Str. 39
> Anmeldung Korbinianschule
(info@korbinianschule.de) bis 16.11.2018
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Lebensborn in Steinhöring
Exkursion für interessierte Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Ebersberg
Auf dem Gelände des Einrichtungsverbundes Steinhöring war in der Zeit des Nationalsozialismus ein Lebensbornheim. Das damalige „Haus Hochland“ war Teil der rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten: während in Steinhöring Frauen, die dem arischen Bild entsprachen, bei der Geburt ihres Kinders unterstützt und völkisch gebildet wurden, wurden Menschen mit Behinderung aus den heute benachbarten Einrichtungen im Rahmen der Aktion „Tiergarten 4“ ermordet. Um an diese Folgen von rassistischem und ausgrenzenden Denkens und Handelns zu erinnern lädt der Einrichtungsverbund Steinhöring zu einem Rundgang auf dem Gelände mit Erläuterungen zum Lebensborn ein.
> mit Anna Bräsel, Historikerin, Autorin der Ausstellung „Der Lebensborn e. V.“ des Kreisjugendring Ebersberg
> Sa 24.11.2018 > 10.00 – 12.00 Uhr
> Steinhöring, Einrichtungsverbund, Münchener Str. 39
> Treffpunkt: Café Wunderbar
> Anmeldung EVS
(evs-steinhoering@kjf-muenchen.de)

 

Bündnis BUNT STATT BRAUN


Aber nicht nur der KJR ist sich der Aktualität dieses Themas bewusst, sondern sehr viele Menschen im Landkreis Ebersberg. Daher konnte das Bündnis “BUNT STATT BRAUN” gegründet werden. Ziel des Bündnisses ist es, deutlich zu machen, dass im Landkreis Ebersberg kein Platz für rechtsradikale, rechtsextreme, antisemitische und fremdenfeindliche Personen ist. Nach der großen Infoveranstaltung am 27.09.07 traten viele weitere Unterstützer dem Bündnis bei.

Die Mitarbeit und die Teilnahme an den monatlichen Treffen stehen jeder/m offen, die/der sich für einen toleranten Landkreis einsetzen möchte. Die Termine findet ihr hier

 

Frühere Veranstaltungen des KJR Ebersberg

Der Kreisjugendring Ebersberg unterstützt dieses Bündnis ebenfalls und organisiert auch weiterhin Veranstaltungen zu diesem Themenkomplex.
So zeigte er auch der Vergangenheit mehrfach auf, dass es sich lohnt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Am 16.12.2010 stellt einer der Autoren die Studie “Die Mitte in der Krise – rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010” vor und am 09.06.2011 stellte der Autor Andreas Hövermann “Die Abwertung der anderen – Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Toleranz, Vorurteilen und Diskriminierung”, eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, vor.
Das Seminar “Argumentieren gegen Rechts” am 3.10. leitete Jürgen Heckel. Doch gab es keinen Frontalunterricht, sondern die interessierten Teilnehmer gestalteten und erarbeiteten einige der Inhalte. Dennoch gab es auch Inputs durch den Seminarleiter.
Der KJR organisierte am 27.02.2010 eine Fahrt nach Augsburg zur Gegenveranstaltung gegen die von Rechten angemeldete Demo. 2009 beteiligte er sich am Kurzfilmwettbewerb “20 sec. gegen Rechts” des Bündnisses “bunt statt braun”.
Er holte die Ausstellung “Rechtsradikalismus in Bayern” in die Aula der Schule an der Baldestrasse und konnte zur Auftaktveranstaltung Herrn Horst Schmidt, Mitautor der Ausstellung, begrüßen. Dieser erläuterte die Ausstellung und gab einen guten Einstieg, bzw. Überblick über die vielfältigen Themenbereiche.
Im Herbst 2007 organisierte er eine Veranstaltung mit Fritz Burschel zum Thema “rechtsradikale Musik” im AJZ Ebersberg.
2006 konnte der Kreisjugendring Ebersberg im Mai zur Informationsveranstaltung gegen Rechts in die Schulturnhalle der Steinhöringer Schule einladen. Für die Auftaktveranstaltung der in den nachfolgenden Wochen gezeigten Ausstellung, konnte der Vorstand Falko Schuhmann, einen Referenten von “apabiz berlin”, verpflichten, der in seinem Vortrag “Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und extrem rechten Gruppen” darstellte.

Interessante Veröffentlichungen

Besonders hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auf die Broschüre “Versteckspiel” der Agentur für soziale Perspektiven Berlin. Zu beziehen entweder über die Internetadresse www.dasversteckspiel.de oder über den KJR Ebersberg.
Der Kreisjugendring Ebersberg plant weitere Veranstaltungen zu diesem Thema und freut sich daher auf Ideen und Kooperationspartner, um dieses Thema auch in der Öffentlichkeit wieder präsenter zu machen.