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07.07.2022 18:00 - 21:00 Jugendinitiative Grafing iCal Google

Familie Meier hat eine Katze namens Miezi. Miezi ist ein geliebtes Familienmitglied, sie wird rund um die Uhr gepflegt, hat einen gemütlichen Schlafplatz, all ihre Bedürfnisse werden beachtet und die Familie wäre unendlich traurig, würde ihr je etwas zustoßen. 200 Meter entfernt lebt Nr. 2304, ein Mastrind aus Stallhaltung. Auch es hat einen Schlafplatz…. leider umfasst dieser nur wenige Quadratmeter. Es erfährt keine Zuneigung, selbst seine elementarsten Bedürfnisse werden missachtet und in einigen Monaten wird es in einem Schlachtbetrieb getötet werden, um auf Familie Meiers Tisch serviert zu werden.

Dieses Beispiel mag plakativ erscheinen, dennoch stellt sich die Frage: Wieso behandeln wir Tiere in unserer Gesellschaft so unterschiedlich? Sind diese nicht gleich leidensfähig, gleich lebensfroh und somit gleichwertig?

Der Großteil von uns weiß um die Grausamkeit der Haltung und Schlachtung. Dennoch wird dieses Bewusstsein von den meisten verdrängt oder marginalisiert, sodass weniger als 5% der deutschen Bevölkerung vegan leben. Haben Tiere denn kein Recht auf ein glückliches Leben?

In diesem dreistündigen Workshop wollen wir uns besonders auf die ethische Kritik an der Tierausbeutung konzentrieren und setzen uns differenziert mit Fragen rund um die Tierethik auseinander:

  • Ist es ethisch gerechtfertigt tierische Produkte zu konsumieren, Tiere zu halten, zu nutzen und zu töten?
  • Welche Zustände herrschen in der Nutztierhaltung?
  • Was schulden wir den Tieren?
  • Warum essen wir Kühe, aber keine Katzen?
  • Wieso lieben wir unsere Hauskaninchen und schlachten Nutzkaninchen?
  • Was hindert uns persönlich an Veränderung?
  • Wie gelingt eine Transformation?

Die Referentin Friederike Schmitz stellt die verschiedenen Argumente vor, beleuchtet ihre jeweilige Faktenbasis und betrachtet beliebte Einwände. Sie wird im Workshopformat auch individuell auf Fragen, Kritik und Probleme eingehen, die Euch beschäftigen. Außerdem diskutieren wir die Frage, welche Konsequenzen sich für uns als Einzelne*n und als Gesellschaft ergeben: Reicht es aus, die Haltungsbedingungen zu „verbessern“ und den Tierkonsum zu verringern, oder brauchen wir einen Ausstieg aus der Nutztierhaltung?

Dr. Friederike Schmitz ist Philosophin und Publizistin mit dem Schwerpunkt Tierethik. Mehr: www.friederikeschmitz.de

Anmeldung zum Workshop über diesen Link: https://www.surveymonkey.de/r/R7VNJ9D